Unsere Deutschlandreise – Zwei Japaner in Deutschland unterwegs (Teil 2)

Am 2. Juli sind wir von Würzburg nach Nesselwang weitergefahren. Mit öffentlichen Verkehrsmitteln dauert das fünf Stunden und wir mussten zweimal umsteigen: Zuerst im ICE nach München, dann mit dem ALX (Arriva-Länderbahn-Express) Richtung Oberstdorf nach Kempten und zuletzt in Kempten (Allgäu) mit dem RB (Regional Bahn) Richtung Reutte (Tirol) nach Nesselwang. Diese kleine Stadt im Allgäu, in der hügeligen Landschaft Oberschwabens, ist vor allem als Ferienort bekannt. Während der Fahrt haben wir unter dem Wolkenhimmel die entzückende Landschaft gesehen: sanfte Hügel, grüne Berge, Häuschen mit roten Dächern und Kühe. Wie schön, wenn das Wetter nur besser gewesen wäre.

www.allgaeu.de/a-nesselwang

Am Bahnhof Nesselwang hat uns der Wirt der Pension „Zillhalde Stuben“ abgeholt: (http://www.pension-zillhaldestuben.de/). In der Pension angekommen mussten wir die Gästekarte ausfüllen. Nach einer halben Stunde hielten wir dann die sogenannte „KÖNIGSCARD“ in der Hand: ein Multireisepass für Touristen im Allgäu. Der Wirt erklärte uns dann: „Mit dieser Karte können Sie z.B. mit dem Bus nach Füssen fahren und mit dem Schiff die Rundfahrt durch den See machen.“ Das ist doch wirklich sehr touristenfreundlich, oder?

Es war kühl. Leider hatte ich mir wegen des Wetters seit zwei Tagen Halsschmerzen zugezogen.

 

Am Abend hat uns eine Schwester aus Ergenzingen (Rottenburg) in Baden-Württemberg besucht. Schwester Elisabeth ist eine Japanerin aus Niigata, aber sie arbeitete seit über 50 Jahren als Schönstatter Marienschwester im Schönstattzentrum Liebfrauenhöhe  (https://www.liebfrauenhoehe.de/ ). Sie konnte im Ferienheim der Schwestern übernachten, das sich ganz in der Nähe unseres Gasthauses befand.

 

Am nächsten Tag war es wieder wolkig; zwischendurch hat es sogar kurz geregnet. Zum Frühstück gab es ein Salat-Büfett, Käse, Schinken und weich gekochte Eier. Dazu habe ich eine Tasse Kamillentee bestellt. Trotz der Halsschmerzen hatte ich Appetit, das war ein gutes Zeichen.

 

Mit Schwester Elisabeth zusammen haben wir einen Spaziergang rund um die Hügel gemacht. Auf den Wiesen blüht es überall. Auf der Anhöhe steht ein Kreuz. Hier sind viele Bauernhäuser oder Viehställe als Ferienhäuser schön ausgebaut worden. Nach einer halben Stunde waren wir in der friedlichen Innenstadt.

Selbst der spitze Turm der St. Andreas Kirche sieht niedlich aus, denn er trägt eine blaue Mütze, die wie ein umgekehrter Enzian ausschaut. Das Innere hat mich aber erstaunt;  Architektur, Gemälde, und Skulpturen bilden eine Art künstlerische Schönheit, ähnlich wie in der berühmten Wieskirche (https://de.wikipedia.org/wiki/Wieskirche).

 

Zu meinem Erstaunen sprach ein Verkäufer in einer Konditorei sogar etwas Japanisch: „Kon nichi wa“, „Domo arigato“, und „Chotto matte kudasai“. In Rothenburg habe er diese Wörter gelernt, sagte er.

Am nächsten Morgen hat die Sonne wieder gestrahlt und es ist wärmer und wärmer geworden. Als in der Ferne die blauen Alpen plötzlich erschienen sind, waren wir gedanklich schon in der romantischen Szenerie von „The Sound of Music“ oder „Heidi, das Mädchen aus den Alpen“. Mit der „KÖNIGSCARD“ sind wir mit dem Bus nach Füssen gefahren. In jedem Städtchen entlang der Straße kann man die blaue Mütze einer Kirche finden. Die deutschen Alpen näherten sich. Mein Mann ist nun völlig zum Fotograf mutiert. Am Berghang jenseits des Sees steht das Schloss Neuschwanstein von Ludwig II. Aber das steht nicht auf unserem Plan.

 

In Füssen sind wir durch die Stadt gebummelt bis wir zu der Stadtpfarrkirche St. Mang gekommen sind, die für ihren barocken Bau und auch als Stätte der Verehrung des hl. Magnus bekannt ist. Anders als St. Andreas in Nesselwang hat der Turm hier ein Spitzgiebeldach. Die Innenausstattung ist zwar sehr schön, aber etwas bescheidener als die von St. Andreas, finde ich.

 

In Nesselwang haben wir drei Nächte übernachtet. Dann sind wir nach München gefahren und haben von dort aus einen Ausflug nach Augsburg gemacht. In München war es so heiß wie im Sommer in Japan.

 

In dieser Landeshauptstadt waren viele Leute aus Amerika, und auch aus verschiedenen asiatischen Ländern, die wir im Allgäu fast nie gesehen haben. Da gab es eine internationale Atmosphäre, das fand ich interessant. Und in Augsburg konnten wir auch einige nette Menschen treffen.

 

Unsere ganze Deutschlandreise ist voller schöner Erinnerungen, aber die Zeit in Nesselwang bewege ich am meisten in meinem Herzen.

 

                                                               Emiko Kurosawa (S. Sch.)

私たちのドイツ旅行―日本人二人、ドイツを行く (第二部)

72日、私たちはさらにビュルツブルクからネッセルバングへ向かいました。公共交通機関を利用して所要時間は5時間、列車を2乗り換えなければなりませんでした。まずICEでミュンヘンに行き、それからオーバーストドルフ行きのALX(私鉄:アリバ地方急行)でケンプトンへ、そして最後にケンプトン(アルゴイ地方)でリュッテ(チロル地方)行きのRB(地域鉄道に乗り換えてネッセルバングへ行きました。オーバーシュバーベン地方の丘陵地アルゴイにあるこの小さな町は、なんといっても休暇を過ごすリゾート地としてよく知られています。車窓からは、雲に覆われた空の下に広がる魅力的な風景が見えました。なだらかな丘、緑色の山々、赤い屋根の小さな家、それに牛たち。お天気さえ良ければ、どんなにきれいだったことでしょう。

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ネッセルバングの駅に、 ペンション「ツィルハルデ・シュトゥーベン」のご主人が迎えに来てくれました (http://www.pension-zillhaldestuben.de/)

 

宿に着くと、宿泊者カードに記入するように言われました。そして30分後、私たちはいわゆる「ケーニヒスカード(王のカードの意)」を受け取りました。アルゴイ地方の観光客のためのマルチパスポートです。ご主人が私たちに説明してくれました。「このカードを使えば、例えばバスでフュッセンに行き、遊覧船で湖を一周することもできますよ」とのこと。本当に旅行者に親切なサービスだと思いませんか?

気温は低いままです。 このお天気のせいで、私は二日前から喉に痛みを感じていました。

 

夕方、バーデン・ビュルテンベルク州のエルゲンツィンゲン(ロッテンブルク)から、一人のシスターが私たちに会いに来てくれました。新潟出身の日本人シスターで、もう50年以上もシェーンシュタット・マリーエンシュベスター(シェーンシュタットに所属するシスター)として、シェーンシュタット・センターの一つである「リープフラウエンヘーエ  (https://www.liebfrauenhoehe.de/ )」で働いていました。 シスターは、私たちの宿のすぐそばにあるシスターたちの休暇の家に泊まることができました。

 

その翌日も曇り空でした。おまけにときおり小雨も降りました。朝食には、サラダ・ビュッフェとチーズ、ハム、半熟の卵が用意されました。私はその他にカモミールティーも注文しました。喉は痛いのですが、食欲はあります。これは良い兆候です。

私たちはシスター・エリザベートと一緒に、丘の周りを散策しました。草原にはあたり一面花が咲いています。小高い所に十字架が立っています。このあたりではたくさんの農家や家畜小屋がリフォームされ、きれいな別荘に生まれ変わっています。 30分後、私たちはのどかな町の真ん中にやってきました。 聖アンドレアス教会のとがった塔でさえ、かわいらしく見えます。というのも、その塔は青い帽子をかぶっているからです。まるでリンドウの花を逆さにしたようです。ところが、教会の中に入った私はびっくりしました。建物の建築様式、絵、それに彫刻が、まるであの有名なヴィ―ス教会のような、一種の芸術的な美を形作っていました (https://de.wikipedia.org/wiki/Wieskirche)

 

驚いたことに、喫茶店を兼ねたケーキ屋さんの店員は、なんと少し日本語を話せました。「コンニチハ」「ドウモ、アリガトウ」それから「チョット、マッテクダサイ」彼はローテンブルクでこれらの言葉を覚えたそうです。

 

翌日の朝、再び太陽が輝き、しだいに暖かくなってきました。ふいに遠くに青いアルプスの山々が現れると、私たちはもう、「サウンド・オブ・ミュージックや「アルプスの少女ハイジ」のロマンチックな風景の中に飛び込んだような気になりました。「ケーニヒスカード」を持って、私たちはバスでフュッセンに行くことにしました。道沿いの町々に、教会の青い帽子が見えます。ドイツアルプスが近づいて来ます。夫はもうすっかりカメラマンになりきってしまいました。湖の向こう側の山すそに、ルートヴィヒ二世のノイシュバンシュタイン城が立っています。でも今日はお城へは行きません。

 

フュッセンで街を散策しながら、私たちは市の教区教会である聖マング教会までやって来ました。そのバロック様式の建築とともに、聖マグヌス崇拝の地であることでよく知られている教会です。ネッセルバングの聖アンドレアス教会と違って、こちらの塔は三角形のとんがり屋根です。内部の装飾は確かに大変美しいのですが、聖アンドレアス教会よりは、いくらか控え目であるように思えました。

 

ネッセルバングには三泊しました。それから私たちはミュンヘンへ行き、さらにそこからアウグスブルクを訪問しました。ミュンヘンは大変暑くて、まるで日本の夏のようでした。

 

州都ミュンヘンには、アメリカや様々なアジアの国々から、たくさんの人々が集まっていました。アルゴイ地方ではほとんど見かけたことのない人たちでした。インターナショナルな雰囲気にあふれていて、それは私にとって興味深いものでした。またアウグスブルクでも、何人か親切な人たちに出会うことができました。

 

私たちのドイツ旅行全部にすてきな思い出がたくさん詰まっているのですが、私が一番よく心に思い浮かべるのは、ネッセルバングで過ごした日々のことです。

 

                                                                      黒沢恵美子

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