Advents- und Weihnachtstradition in Deutschland

 

Keine Zeit ist in Deutschland so von Bräuchen geprägt wie die Advents- und die Weihnachtszeit. Diese starke Ausprägung liegt vielleicht an den kalten und dunklen Wintern, die es in Deutschland gibt.

Der Adventskalender

 

Beginnen wir mit dem Adventskalender, der erst im Laufe des 19. Jahrhunderts im deutschsprachigen Raum entstand und als Zeitmesser bis zum Heiligen Abend dient. Um 1840 fingen Eltern an, sich verschiedene Möglichkeiten auszudenken, um den Kindern die Zeit bis zu diesem großen Fest zu verkürzen. So malten manche Eltern anfangs ab dem 1. Dezember 24 Kreidestriche an die Tür und die Kinder durften täglich einen Strich wegwischen. Einige Familien hängten 24 Bilder verdeckt auf und jeden Tag durfte eines umgedreht werden. Es gab noch viele weitere unterschiedliche Varianten, um die Vorweihnachtszeit zu verkürzen. Ab 1908 begann eine Druckerei Adventskalender zu drucken, bei denen man täglich ein Fensterchen öffnen durfte.

 

Heute gibt es die unterschiedlichsten Adventskalender, für Kinder (mit Süßigkeiten oder Spielzeug), für Frauen (mit Kosmetik, Schmuck, Parfüm), für Männer (mit verschiedenen Schnäpsen, Grillgewürzen) und selbst für Haustiere (mit kleinen Leckerlis). Dem Einfallsreichtum der Adventskalender sind keine Grenzen gesetzt. Kreative basteln und befüllen ihn selbst. In einigen Städten werden Fenster von öffentlichen Gebäuden zu Adventskalendertürchen umfunktioniert und ab 1. Dezember wird dann täglich zur gleichen Uhrzeit ein Türchen „geöffnet“.

Der Weihnachtsmarkt

 

Für Viele ist ein Besuch auf einem Weihnachtsmarkt ein fester Bestandteil der Vorweihnachtszeit und nicht mehr wegzudenken.

 

Der Ursprung der Weihnachtsmärkte geht bis ins 14. Jahrhundert zurück. Damals ging es darum, sich für die kalte Jahreszeit mit Lebensmitteln einzudecken. Später erlaubte man auch Zuckerbäckern und Spielzeugmachern, in der Vorweihnachtszeit ihre Produkte auf dem Marktplatz anzubieten. Diese Idee fand von Jahr zu Jahr immer mehr Nachahmer und somit hat sich die Tradition der Weihnachtsmärkte schnell verbreitet.

 

Heute findet man auf den Weihnachtsmärkten viele unterschiedliche kunsthandwerkliche Weihnachtsartikel, wie Holzschnitzereien aus dem Erzgebirge, Räuchermännchen, Christbaumschmuck, Kerzen, Kleidung für die kalte Jahreszeit und vieles mehr.

 

Was natürlich auf keinem Weihnachtsmarkt fehlen darf, sind heiße Speisen (z.B. Würstchen, Waffeln) und Getränke (Glühwein, Punsch und Feuerzangenbowle), mit denen man sich in dieser kalten Jahreszeit wärmen kann. 

Nikolaus

 

Der Überlieferung nach wurde Nikolaus um 280 n. Chr. in der heutigen Türkei geboren und mit 19 Jahren zum Priester geweiht. Während der Christenverfolgung (um 310) geriet er in Gefangenschaft. Sein ererbtes Vermögen verteilte er unter den Armen, denn bei Nikolaus standen Menschenfreundlichkeit und Hilfsbereitschaft an erster Stelle. Dadurch wurde er im Laufe der Jahre als einer der wichtigsten Heiligen angesehen. Er starb am 6. Dezember.

 

Um den heiligen Nikolaus gibt es viele Legenden. Einer Legende nach soll er Pilger in Seenot gerettet haben und wurde somit zum Patron der Seeleute. Ebenso geht aus einer Legende hervor, dass er einer verarmten Familie heimlich Goldstücke in die Socken legte, die zum Trocknen im Kamin aufgehängt waren, und die 3 Töchter somit vor der Prostitution rettete. Dadurch entstand die Tradition, dass Kinder am Abend des 5. Dezember Socken oder Stiefel vor die Tür stellten, damit der Nikolaus den braven über Nacht Äpfel, Nüsse und Süßigkeiten hineinlegen konnte.

 

Wahrscheinlich ist, dass der protestantische Reformator Martin Luther dafür sorgte, dass die „Bescherung“ auf den 24. Dezember verlegt wurde, da die Protestanten nichts von der katholischen Heiligenverehrung hielten. Von da an brachte nicht der Nikolaus, sondern das Christkind die Geschenke.

 

Bei uns wird die Tradition trotzdem weitergeführt. So kommt in manchen Familien mit Kindern am Abend des 6. Dezember der Nikolaus persönlich vorbei. Er trägt einen roten Mantel mit Mütze und hat einen weißen Bart. Er schaut in sein goldenes Buch und spricht Lob oder Tadel aus. Die Kinder tragen dem Nikolaus ein Gedicht vor oder singen ein Nikolauslied. Dann überreicht der Nikolaus den Kindern ihre Geschenke, die meist der Tradition entsprechend aus Äpfeln, Nüssen, Orangen und Süßigkeiten bestehen.

Der Weihnachtsbaum

 

Woher die Tradition des Weihnachtsbaums kommt, weiß man nicht so genau. Allerdings wurde urkundlich belegt, dass im Jahr 1539 ein Baum im Straßburger Münster aufgestellt wurde. Bewiesen ist auch, dass Herzogin Dorothea Sibylle von Schlesien im Jahr 1611 den ersten Baum mit Kerzen schmückte. Im Jahr 1774 erwähnte Johann Wolfgang von Goethe in seinem Briefroman „Die Leiden des jungen Werthers“ ebenfalls den Weihnachtsbaum mit Kerzen, Äpfeln und Zuckerwerk. Anfangs konnten sich nur reiche Bürger einen Weihnachtsbaum leisten. Als man um 1850 vermehrt Tannen- und Fichtenwälder anlegte, konnten sich auch normale Bürger einen Baum kaufen.

 

In deutschen Familien darf heute der Weihnachtsbaum einfach nicht fehlen. Mit anzusehen, welch leuchtende Augen Kinder jedes Jahr wieder beim Anblick des geschmückten Baumes und der darunter liegenden Geschenke haben, ist einfach ein schönes Gefühl.

Die Weihnachtsgeschichte

 

Schon seit vielen Jahrhunderten wird das Krippenspiel zu Weihnachten aufgeführt. Begonnen hat dies wohl im 10. Jahrhundert, um auch den Menschen, die nicht schreiben oder lesen konnten, die Geschichte von der Geburt Jesu zu erzählen. Damals enthielt das Weihnachtsspiel auch noch Szenen von der Vertreibung Adam und Evas aus dem Paradies. Allerdings wurde dies im Laufe der Zeit vernachlässigt und heute wird nur noch das Krippenspiel mit der Geburt Jesu, die Verkündigung an die Hirten und die Huldigung des Kindes durch die Heiligen Drei Könige als Weihnachtsspiel aufgeführt. In vielen Haushalten werden neben dem Weihnachtsbaum Weihnachtskrippen aufgestellt.

 

                          Von Ulrike Back         

 

ドイツのアドベントとクリスマスの伝統

 

アドベントとクリスマスほど、伝統によってドイツに深く刻み込まれている季節はありません。これほど深く根付いている理由は、もしかしたらドイツの寒くて暗い冬にあるのかもしれません。

アドベントカレンダー

 

アドベントカレンダーから始めましょう。アドベントカレンダーは19世紀に初めてドイツ語圏の地方で生まれたのですが、クリスマス・イブまでの日めくりの役目を果たします。1840年頃、子どもたちがこの大きな祝祭までの期間を短く感じられるように、親たちは色々な方法を考え始めました。そこで多くの親たちは、まず12月1日分から始まる24本のチョークの線をドアに描き付けて、子どもたちが毎日1本ずつ線を拭き消してよいことにしました。またいくつかの家庭では、24枚の絵を見えないようにして掛け、毎日その内の一枚を裏返して見られるようにしました。その他にも、クリスマスを迎えるまでの時間を楽しく過ごすための様々なバリエーションがたくさんありました。1908年から、ある印刷所がアドベントカレンダーを刷り始めました。毎日一つずつ小さな窓が開けられるものです。

 

今日では、数えきれないほど多くの種類のアドベントカレンダーがあります。子ども用(お菓子またはおもちゃ付き)、女性向け(化粧品、アクセサリー、香水付き)、男性用(色々なシュナップス、バーベキュー用スパイス付き)、それにペット用(小さなごちそう付)までも。アドベントカレンダーの豊富なアイデアには際限がありません。創造力を駆使して作り、自分で中身を詰めるのです。いくつかの町では公共の建物の窓がアドベントカレンダーの小窓に見立てられ、12月1日から毎日決まった時間に窓が1か所「開かれ」ます。

クリスマスマーケット

 

多くの人々にとって、クリスマスマーケットに行くことはクリスマスの準備期間の決まり事であり、もはやそれ抜きには考えられません。

 

クリスマスマーケットの起源は14世紀にまでさかのぼります。その当時は、寒い季節に備えて食糧をどっさり買い置きすることが主な目的でした。後になって、お菓子やおもちゃの製造業者たちも、クリスマスの準備期間に自分たちの製品をマルクト広場で売ることが許されました。このアイデアに倣う人は年々多くなり、その結果クリスマスマーケットの伝統はあっという間に広がりました。

 

今日クリスマスマーケットでは、様々な手工芸品のクリスマス・アイテムを見つけることができます。たとえばエルツ山地の木彫品、お香人形(お香の煙が口やパイプから出る人形)、クリスマスツリーのオーナメント、キャンドル、それに寒い冬用の衣料品など、他にもたくさんあります。

 

もちろんクリスマスマーケットに欠かすことのできないものは、熱々の食べ物(たとえばソーセージやワッフル)と飲み物(グリューヴァインやパンチ、それにFeuerzangenbowle訳注:ホットワインの入ったボールの上で三角コーン状に固めた砂糖を燃やす飲み物)です。これを食べたり飲んだりして、この寒い時期に身体を温めることができるのです。

ニコラウス

 

言い伝えによれば、ニコラウスは西暦280年に現在のトルコに生まれ、19歳で司祭になりました。キリスト教迫害の時代(310年頃)には、牢に入れられる憂き目に遭いました。ニコラウスは相続した財産を貧しい人々に分け与えました。なぜならニコラウスは、人情と人への奉仕を一番大切にしていたからです。そのことによって、年月が経つうちにニコラウスは最も重要な聖人のひとりと考えられるようになりました。ニコラウスは12月6日に亡くなりました。

 

聖ニコラウスについては多くの言い伝えがあります。ある伝承によれば、海で遭難しかけた巡礼者たちを助けたということです。そのため船乗りの守護聖人になりました。同様に、ニコラウスが貧しい一家のために、暖炉の中に吊るして干してあった靴下の中に金貨を入れてやり、そのおかげで3人の娘たちが体を売らなくてすむようになったという話も伝えられています。この話から、ニコラウスが一夜の内によい子たちにりんごやナッツやお菓子を入れられるように、12月5日の晩子どもたちがドアの前に靴下や長靴を置く風習が生まれました。

 

恐らく、プロテスタントの改革者マルティン・ルターの影響によって、「クリスマスプレゼントを配ること」が12月24日に延期されたのでしょう。プロテスタントはカトリックの聖人崇拝を全く評価しないからです。そのために、ニコラウスではなくChristkindクリストキント(訳注:幼子キリスト)がプレゼントを持って来るようになりました。

 

それでも私たちの地方では、今も伝統が受け継がれています。そのため子どものいる多くの家に、12月6日の晩ニコラウスが自ら来てくれるのです。ニコラウスは赤いマントと帽子を身にまとい、白いひげを生やしています。そして金色の本を開き見ると口を開き、子どもをほめたり、あるいは叱ったりします。子どもたちはニコラウスに向かって詩を朗読したり、ニコラウスの歌を歌ったりします。そうするとニコラウスは子どもたちにプレゼントを手渡すのですが、たいていは伝統に従ってリンゴやナッツ類、オレンジやお菓子などです。

クリスマスツリー

 

クリスマスツリーを飾る伝統がどこから来たのかは、正確には分かりません。ただし、1539年にストラスブール大聖堂に木が立てられたということが文書に残っています。またシュレージエン侯爵夫人ドロテーア・ジビュレが1611年に最初に木をろうそくで飾ったことも、立証されています。1774年、ヨハン・ヴォルフガング・フォン・ゲーテは彼の書簡体小説『若きヴェルテルの悩み』の中で、同様にろうそく、リンゴ、砂糖菓子で飾られたクリスマスツリーに言及しました。初めはお金持ちだけがクリスマスツリーを飾ることができたのです。1850年頃さらに人の手によってモミやトウヒの森が育ってくると、普通の市民も木を買えるようになりました。

 

今日では、ドイツの家庭には必ずクリスマスツリーが飾られます。毎年、同じように目を輝かせてクリスマスツリーの飾りやその下に並べられたプレゼントを見つめる子どもたちを見ると、本当に幸せな気持ちになりますね。

クリスマス物語

 

何世紀も昔からずっと、クリスマスにはKrippenspielクリッぺン・シュピール(訳注:キリスト降誕劇―クリッぺは飼い葉桶の意。馬小屋で生まれた幼子キリストが飼い葉桶に寝かされたことからついた名前)が演じられてきました。この習慣はおそらく10世紀に、読み書きができない市井の人々にもイエス・キリストの誕生物語を伝えるために始まったのでしょう。その当時はこのクリスマスの劇に、アダムとイブが楽園を追われた場面も含まれていました。もっとも時が経つにつれて重視されなくなったので、今日でもクリスマス物語として演じられているのは、イエス誕生の馬小屋の場面と羊飼いたちへのお告げ、そして三人の王たちによる幼子(おさなご)への表敬の場面だけです。多くの家庭では、クリスマスツリーと並んでクリスマスのクリッぺ(訳注:ここではクリスマス物語を表す飾りや置物の意)も飾られます。

 

 

                                      

                                                                          ウルリーケ・バック

 

                           訳:黒沢恵美子 

 

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